
Im Zuge der Bauarbeiten für die neue Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes in Konstanz ist ein außergewöhnlicher historischer Fund entdeckt worden. Unter der Baustelle wurde eine bislang unbekannte Luftschutzanlage aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs (1944) freigelegt.
Bei der Anlage handelt es sich um einen sogenannten Deckungsgraben – ein unterirdisches Schutzsystem aus Betonröhren, das Platz für zahlreiche Personen bot und dem Schutz vor Luftangriffen diente. Die Struktur war über Jahrzehnte in Vergessenheit geraten und wurde nur zufällig entdeckt.
Fachleute konnten die Anlage inzwischen dokumentieren und historisch einordnen. Dabei zeigte sich, dass sie Teil der damaligen Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz war. Der Fund liefert wertvolle Einblicke in die regionale Geschichte und den Zivilschutz während des Zweiten Weltkriegs.
Da der Bau der Rettungswache planmäßig fortgesetzt wird, bleibt die Anlage nicht dauerhaft erhalten. Durch umfassende Dokumentation wird sie jedoch für die Nachwelt gesichert.