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Spatenstich für neue Rettungswache in Konstanz

DRK Kreisverband Konstanz startet Bauprojekt für zukunftsfähigen Rettungsdienst

Konstanz, Freitag, 17. April 2026 – Mit dem heutigen Spatenstich setzt der DRK Kreisverband Konstanz e.V. ein bedeutendes Zeichen für die zukünftige rettungsdienstliche Versorgung in der Stadt Konstanz. Der Neubau der Rettungswache in Konstanz markiert einen wichtigen Meilenstein für einen leistungsfähigen, modernen und funktionalen Rettungsdienst und steht zugleich für die große Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden, die täglich im Einsatz für die Bevölkerung sind.

Bereits Ende dieses Monats soll mit dem Aushub begonnen werden. Die Gewerke für die Erdarbeiten und den Rohbau befinden sich aktuell im finalen Vergabeprozess. Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf rund 4,7 Millionen Euro. Die Fertigstellung des Gebäudes ist so geplant, dass der Umzug von der bisherigen Alten Mainauwache in die neue Rettungswache im August 2027 erfolgen kann.

Bei der Planung der neuen Rettungswache orientiert sich der DRK Kreisverband Konstanz in vielerlei Hinsicht an der Rettungswache Singen, die im Jahr 2022 in Betrieb genommen wurde und sich seitdem sowohl funktional als auch betrieblich bewährt hat. Diese dient dem Neubau in Konstanz in zentralen Punkten als Blaupause. Auch das Architekturbüro Riede aus Singen, das bereits die Rettungswache in Singen geplant hat, ist erneut mit der Planung beauftragt.

Der an das Klinikum Konstanz angrenzende Neubau an der Mainaustraße wird nach KfW-Standard 40 errichtet und technisch zeitgemäß ausgestattet. Vorgesehen sind unter anderem eine Wärmepumpe sowie eine Photovoltaikanlage. Architektonisch setzt das Gebäude klare Akzente: Während das Erdgeschoss in massiver Bauweise ausgeführt wird, ist das Obergeschoss vollständig in Holzbauweise geplant und erhält zudem eine entsprechend gestaltete Holzfassade.

Mit der neuen Rettungswache werden die räumlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen, um den steigenden Anforderungen im Rettungsdienst auch in Zukunft gerecht zu werden. Gleichzeitig stellt der Neubau eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden dar, insbesondere durch optimierte Abläufe, kurze Wege und moderne Sozial- und Funktionsflächen.

Der DRK Kreisverband Konstanz beschäftigt im Rettungsdienst insgesamt rund 300 Mitarbeitende. An der Rettungswache Konstanz selbst sind 44 Mitarbeitende tätig, davon 26 in der Notfallrettung und 18 im Krankentransport. Allein in Konstanz werden jährlich über 6.000 Einsätze mit dem Rettungstransportwagen, fast 2.000 Notarzteinsätze sowie etwa 7.300 Krankentransporte durch das DRK bewältigt. Insgesamt fallen in Konstanz rund 25.000 Einsatzstunden in der Notfallrettung und weitere 11.000 Einsatzstunden im Krankentransport an.

Kreisvorsitzender Zeno Danner betonte die Bedeutung des heutigen Tages und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Ich danke der Stadt Konstanz und dem Innenministerium für die unkomplizierte Unterstützung unseres Vorhabens und freue mich, dass wir an so zentraler Stelle den Rettungsdienst für unsere Bevölkerung sicherstellen können.“

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der DRK Rettungsdienst gGmbH, Frank Hämmerle, hob die Vorteile des Neubaus für den täglichen Betrieb hervor: „Mit der neuen Rettungswache stellen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Die Abläufe im täglichen Betrieb können damit optimal organisiert werden, was sich dann zum Beispiel bei der Ausrückzeit der Fahrzeuge in der Notfallrettung zeigen wird.“

Der DRK Kreisverband Konstanz bedankt sich ausdrücklich beim Land Baden-Württemberg, das den Neubau der Rettungswache mit 3,165 Millionen Euro fördert und damit einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Projekts leistet. Nach derzeitiger Kenntnis handelt es sich dabei um das erste Bauprojekt in Konstanz, das von Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes profitiert. Ein besonderer Dank gilt zudem der Spitalstiftung Konstanz, die das Grundstück für den Neubau im Rahmen eines Erbpachtvertrags mit einer Laufzeit von 42 Jahren zur Verfügung stellt, sowie der Stadt Konstanz, die den Kreisverband aktiv bei der Suche nach einem geeigneten Standort unterstützt hat.

Oberbürgermeister Uli Burchardt unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Stadt Konstanz: „Der heutige Spatenstich steht nicht nur für den Beginn der Bauarbeiten, sondern für ein gemeinsames Bekenntnis zu einer starken, verlässlichen und zukunftssicheren Rettungsdienststruktur in Konstanz.“

Ebenso wird die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten aus Planung, Verwaltung und Projektumsetzung gewürdigt. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre die Realisierung des Projekts nicht möglich gewesen.

Die Freude ist groß, diesen Meilenstein gemeinsam zu begehen und in den kommenden Monaten die neue Rettungswache Schritt für Schritt Realität werden zu lassen.

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