Helferübung: Bereitschaften - Sanitätsdienst; Journalistencamp Szenario „Brandanschlag auf ein Jugendheim“

Ansprechpartner

Herr
Philipp Karrer
Rotkreuzbeauftragter
Katastrophenschutzbeauftragter

rkb(at)drk-kn.de

Bevölkerungs- und Katastrophenschutz im Landkreis Konstanz

Will man den Begriff »Katastrophenschutz« begreiflich machen, so ist es zunächst notwendig, den der Katastrophe zu definieren. Landläufig versteht man darunter ein Unglück, das eine ganze Region mit vielen hundert, wenn nicht tausend Menschen betrifft- Erdbeben, Überflutungen und dergleichen, bei dem die Infrastruktur nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht. Doch Einrichtungen des DRK Bevölkerungsschutzes kommen schon bei Notfällen erheblich kleineren Ausmaßes zum Einsatz, etwa bei einem Großbrand, einem Zugunglück oder ähnlichem bei dem  eine größere Anzahl  von Verletzten zu erwarten ist. Hier spricht man dann vom MANV Konzept  (Massenanfall von Verletzten Konzept).

 Im Rahmen dieses Artikels gilt daher diese umfassendere Definition.

Aufgabe des Katastrophenschutzes bzw. Bevölkerungsschutzes ist es, die Bewohner des betroffenen Gebietes nach dem Eintreten einer Katastrophe oder eines Massenafall von Verletzten vor weiterer Ausbreitung zu schützen sowie geeignete Maßnahmen einzuleiten, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung abzumildern. Zu diesem Zweck haben Bund und Länder in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen umfassende Pläne und Gesetze ausgearbeitet, die das Vorgehen im Notfall genau festlegen.

Ist ein Unglücksfall eingetreten, wird zunächst die örtlich zuständige Integrierte Leitstelle informiert. Diese hat dann neben der Alarmierung von Rettungsdienst und Feuerwehr die Möglichkeit, zusätzlich noch Einheiten des Bevölkerungsschutzes zu alarmieren, die sich aus den DRK Ortsvereinen bilden.

Im Landkreis Konstanz stehen 3 multifunktionale Einsatzeinheiten für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zur Verfügung.

Diese Einheiten setzen sich aus den Helfern der DRK Ortsvereine im Landkreis Konstanz und den Helfern der anderen Hilfsorganisationen zusammen und  werden pro Einsatzeinheit in die 5 Module Führung/Erstversorgung/Transport/Betreuung/Technik und Sicherheit eingeteilt.

Diese Module können einzeln, dynamisch aufwachsend oder komplett als Einsatzeinheit alarmiert werden. Die Fahrzeuge des Bevölkerungsschutzes sind so verteilt, dass überall im Landkreis Konstanz in kürzester Zeit die gleiche, professionelle Hilfe an Fahrzeugen und Helfern unterstützend zum  Rettungsdienst zur Verfügung steht.

Um auf alle Szenarien vorbereitet zu sein, wurde in Zusammenarbeit mit der Unteren Katastrophenschutzbehörde ein MANV (Massenanfall von Verletzten)  Konzept entwickelt, dass den Bevölkerungsschutz innerhalb des Landkreis Konstanz definiert und festlegt, welche Module wann zum Einsatz kommen.

Das Konzept gliedert sich in die MANV Stufen 1 bis 4, je nachdem wie viele Verletzte betroffen sind.

Die Mitglieder der jeweiligen Fachdienste haben dabei sowohl eine Fachausbildung auf ihrem Spezialgebiet, als auch eine grundlegende Ausbildung auf allen anderen Gebieten erfahren. Daraus resultiert die große Universalität der Einsatzeinheit im Ernstfall.

Nicht zu vergessen ist, bei aller Professionalität, dass Katastrophenschutz zu einem Großteil von den Freiwilligen in den Bereitschaften geleistet wird, denen dafür an dieser Stelle unser aller Hochachtung und Dank gebührt.

Helferübung: Bereitschaften - Sanitätsdienst; Journalistencamp Szenario „Brandanschlag auf ein Jugendheim“

Ob Großunfall oder Hochwasser: Die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes helfen in Notsituationen.

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